Volle Ausbeute aus Nachholspielen
Die SKC-Kegler nutzten den regulär spielfreien Feiertag am letzten Samstag, um noch offene Nachholspiele durchzuführen. Daher waren sowohl die zweite als auch die gemischte Mannschaft im Einsatz. Los ging es im Markelsheimer Ara zunächst für die „Gemischte“ gegen den SV Göggingen 2. Der bis zum letzten Satz noch völlig offene Wettkampf wurde praktisch auf der Zielgeraden mit einem zarten Plus von gerade einmal 19 Hölzern 5:3 (2913:2894) zugunsten des SKC-Teams entschieden. Das erste Spieldrittel hatte dabei noch klar den Gögginger Gästen gehört. Sowohl die tapfer kämpfende Taja Wöran (449) als auch Michael Rumm (464) mussten abreißen lassen und verloren beide Mannschaftspunkte sowie satte 77 Hölzer. Juliane Neft (482) und Marion Thomas leiteten im zweiten Spielabschnitt die Wende ein und stellten wieder eine ausgeglichene Ausgangslage her. Thomas überzeugte dabei ganz besonders mit neuer persönlicher Bestleistung (521). Die Schlusspaarung ließ sämtlichen Zuschauern dann den Atem stocken. Das Spiel kippte von Satz zu Satz – mal in Richtung SKC, mal für die Gäste. Während Gerd Reißenweber (506) seine Gegnerin klar im Griff hatte, war letztendlich die herausragende mentale Kampfesleistung von Matthias Glaser (491) das entscheidende Zünglein an der Waage. In einem fast schon abgegebenen Punktespiel gelangen Glaser unter höchstem Druck noch mehrere Neuner im Abräumen, welche die zum Sieg dringend benötigte Gesamtholzzahl maßgeblich mitbegründeten.
Im Anschluss gab es noch ein attraktives Lokalderby der zweiten Mannschaft gegen den TV Niederstetten. Auch hier mussten die Hausherren zunächst einem nicht unerheblichen Rückstand hinterherlaufen, bevor es ihnen gelang, die Partie mit neuem Mannschaftsgesamtrekord zu einem 5:3 (3434:3238) zu drehen. Zum Auftakt gingen Andreas Mehburger und Steffen Lehr für Markelsheim auf die Bahnen. Mehburger zeigte zwar einmal mehr eine gute Form, hatte aber etwas Pech, 2:2 (553:563) gegen den ebenfalls nicht schlecht im Rennen liegenden Sascha Feidel zu verlieren. Lehr konnte dagegen einem regelrecht auftrumpfenden Jürgen Dörr zu keiner Zeit gefährlich werden. Deshalb entschied man sich auf SKC-Seiten nach 60 Schüben für einen Wechsel. Die Trendwende konnte aber auch vom in die Partie geworfenen Helmut Freymüller nicht herbeigeführt werden. Freymüller und Lehr unterlagen im Duett mit 1:3 (526:590). Dann folgte mit dem Arbeitseinsatz von Timo Leber das erste dicke Ausrufezeichen. Leber kegelte Finn Feuchtmüller in Grund und Boden und hatte am Ende ein sehr dominantes 4:0 (616:482) zu seinen Gunsten auf der Anzeigentafel stehen. Wolfgang Stauch hatte mit Tobias Fries demgegenüber ein erheblich härteres Los getroffen. Zwar rief er sein volles Potential ab und spielte im Rahmen seiner Möglichkeiten wirklich klasse, an einen Sieg war dennoch nicht zu denken. Stauch unterlag 2:2 (543:584) und der SKC befand sich mit 19 Hölzern in einem noch alles andere als gefestigten Vorsprung. Die beiden Schlussspieler Dirk Marquardt und Stefan Zürn machten es dann aber umso klarer. Marquardt setzte sich gegen Gunther Fladung in der Gesamtbetrachtung unangefochten 3:1 (576:522) durch. Mit Zürn kam das Highlight des Spiels noch ganz am Schluss. Sein phänomenaler Spitzenwurfwert von 620 Holz war ein viel zu harter Prüfstein für Daniel Reschke und ein gelungener Schlusspunkt zu einem grandiosen 4:0 (620:497).